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Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie

"Ich bin ganz Ohr. Hermann von Helmholtz untersucht das Hören"

Hermann von Helmholtz (1821-1894). Grafik Sophie Daum, AWZ

Hermann von Helmholtz (1821-1894) erforschte im Rahmen seiner Tätigkeiten für die Universitäten Bonn und Heidelberg zwischen 1855 und 1871 verschiedene Themen aus dem Bereich der Physiologie und Psychophysik des Hörens. So befasste er sich mit der Frage der Entstehung von Kombinationstönen, mit den physikalischen und physiologischen Ursachen von Harmonie und Disharmonie, mit den Klangfarben der Vokale, mit Fragen der musikalischen Temperatur, mit der arabisch-persischen Tonleiter und vor allem auch mit der Funktionsweise der Gehörknöchelchen und der Basilarmembran des Innenohres.
Er entdeckte die Verstärkerwirkung der speziellen Form des Trommelfells und beschrieb die Mechanik der Gehörknöchelchen im Detail. Mit seiner Resonanztheorie der Tonhöhenwahrnehmung im Innenohr legte er einen mathematisch untermauerten Erklärungsansatz vor, der erst im 20. Jahrhundert durch die Wanderwellentheorie Georg von Békésys ersetzt wird.

Die hier gezeigte Computeranimation gibt einen Einblick in die Funktionsweise unseres Gehörs.

Wir danken dem Universitätsbund Würzburg für die finanzielle Unterstützung bei der Erstellung der Computeranimation.

Armin Stock

Computeranimation des Hörens

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